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ZaraPaz

*corefreak²

  • »ZaraPaz« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 488

Wohnort: Berlin

Beruf: Teilnehmerin, Störenfrieda, Hurensohnologin im 696ten Semester, Damenständeranimateuse, Untergrunddämonin

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Dienstag, 9. April 2013, 15:28

Berlin: Reclaim the scene - (Speed-)Core for anyone

Berlin hat sich in letzter Zeit in eine Stadt der Schwulenfeindlichkeit und der pervertierten Toleranz (Toleranz gegenüber Intoleranz) verwandelt.
Trotz heuchlerischer & beschwichtigender Formulierungen und Minimalbekenntnisse hier und da ist von der oft behaupteten subkulturellen Freiheit, Vielfalt und Solidarität meistens bei genauem Hinsehen nichts mehr zu erkennen.

Die (Speed)Coreszene steht überwiegend immer noch einigermaßen geschlossen gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit ein, Sexismus, Lookismus (Hierarchie/Diskriminierung wegen Aussehens) und sexistische Ausgrenzung wird dagegen aber als Privatsache und vernachlässigbar aufgefasst, vertuscht, verschwiegen.

"Schwuchteln verpisst euch" Rufe gegenüber queeren Aktivist_innen auf der Fuck Parade, Drohungen, genitalsexistische Anmachen und Gewalt gegenüber falsch zugewiesenen Frauen (vermutlich anderswo auch gegenüber Männern) auf Partys, Schwulen- und Lesbenfeindliche Mackerei auf der Tanzfläche, in Chillouts und vor Locations, all das ist der Regelfall und gilt als unwichtig, normal, gerechtfertigt, Spaß oder Problem einzelner.

Ungestörtheit und die Möglichkeit hierarchie- und angstfreier Kommunikation an Szeneorten, partys & Paraden werden (bleiben) so ein Privileg für heteronormativ akzeptierte Menschen. Alle anderen müssen (sollen?) mit Stress, Ablehnung, normativen Rechtfertigungszwängen bis hin zu körperlicher Gewalt rechnen.

Darauf haben wir keinen Bock!

Wir wollen uns die Szene und unseren (angst- und nachteilsfreien) Platz dort zurückerkämpfen, dem heuchlerischen intoleranten Zeitgeist den subkulturellen Kampf um Freiheit, Gleichheit und Entfaltung entgegensetzen und die verkrusteten (in puncto Toleranz gegenüber Intoleranz) mainstreamkonformen Strukturen aufbrechen, damit wir endlich wieder irgendwo feiern und atmen können!

Der Underground und dortiges Wachsen und Wohlbefinden ist kein Privileg für heterosexuelle unreflektierte Macker und alle, die sie sich deren kleingeistigen Vorstellungen von Normalität anpassen wollen/können sondern für alle! Der Geist des Underground hat unendlich viele Geschlechter, Formen und Sexualitäten.

Wer der geschlechtlichen Unterdrückung und der subkulturellen Toleranz gegenüber Intoleranz wie wir den Kampf ansagen will, kann sich gern mit uns vernetzen - vielleicht entstehen so ja bald wieder geeignete Aktionsformen, Partys und Kollektive. Schreib uns einfach, wenn wir ein paar sind, kann mensch sich ja mal zusammensetzen und schauen, was geht und getan werden möchte.

connecten: ago_berlin@yahoo.de

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Lately Berlin has transformed into a city of homophobia and perverted tolerance (tolerance against intolerance).
If you look twice it´s hard to find any subcultural freedom, solidarity and plurality.

Usually the majority of the (speed) coreszene is still acting and fighting against racism and xenophobia. But sexism, lookism (discrimination and disadvantages because of the outer appearance) and sexistic/anatomistic marginalization will normally not been mentioned or seen and is threaten as a private problem and nothing to care or speak about.

"Faggots, piss off" calls against queer activists at the last Fuckparade, intimidations and loud genital-sexistic slander and violence against wrong assigned women (and propably also against men on other scene events) at partys, homophobic behavior and slander on dancefloors, chillouts, in front of locations and at the entrance seems to be usual and is described as normal, inconsiderable, justified, fun or the problem of some individual people by a huge part of the scene.

On that way, not beeing herrassed and discriminated and the possibility of hierarchy- and fearless conversations (and flirts/sexuality) are (or are kept as?) privilegues for heteronormative accepted people at sceneplaces, -events and parades. All other people have to (shall?) deal with conflicts, non-acceptance, normative forces to justify oneself up to physical violence.

We´re fed up with that!

We like to fight back the scene and our (fear- and disadvantage-free) place in the scene, act against the actual intolerant spirit of hypocrisy by fighting for subcultural freedom, equality and the possibility of individual growth and break the actual mainstream-conform scene-structures of tolerance for intolerance so we can dance, party & breathe again!

The underground (as growing and feeling comfortable there) is not a privilegue of unreflected heterosexistic machos and everyone who is willing/able to fit into their narrowminded, conservative concepts of "normality" - it is for everyone!

The spirit of the underground has an unlimited number of forms, genders and sexualities.

Everyone who is also willing to declare war to sexual and anatomistic repression and subcultural tolerance for intolerance is welcome to connect with us - maybe we can found new collectives, create new forms of agitation and resistance and/or organise partys that way! Just write us - maybe we can sit together and look what is possible and intended to be done if we are some people.

connect: ago_berlin@yahoo.de
Warum habe ich nicht gesehen, daß hier gilt, wer das Label "transsexuell" von außen an
den Kopf gehämmert bekommt, wird behandelt, ausgegrenzt und aus demonstrativem Ekel
gemobbt wie ein Jude im dritten Reich? Der Faschismus ist allgegenwärtig in D-land, hier in
diesem Forum könnt ihr ihn hautnah und in Reinkultur miterleben, ernst gemeint.

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